Franz J. Hugo – Eine Phase in meinem Leben

„Eine Phase in meinem Leben – Freunde aus dem Freien Museum“
Gruppenausstellung, initiiert und kuratiert von Franz J. Hugo

„Jeder Künstler ist auch ein Mensch“ hat Martin Kippenberger einmal gesagt. Dabei hat er nicht nur auf das Beuyssche Zitat „Jeder Mensch ist auch ein Künstler“ reagiert, sondern auch darauf hingewiesen, dass die vielen gemalten Bilder, in Museen und anderswo, tatsächlich auch von Menschen wie „Du“ und „ich“ stammen. Keine entrückten Schamanen, sondern normale Leute, die manchmal Mühe haben aufzustehen, die sich manchmal freuen und manchmal verzweifelt sind usw., ganz normale Menschen eben.

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Die Ausstellung „Eine Phase in meinem Leben – Freunde aus dem Freien Museum“ ist vielen zufälligen Begegnungen zu verdanken, die zu freundschaftlichen Banden zwischen dem Initiator Franz J. Hugo und den anderen ausgestellten Künstlern führten. Franz hatte über mehrere Jahre hinweg, von 2009 bis 2012, im Freien Museum an der Potsdamer Strasse 91 beim Ausstellungsauf- und Abbau gearbeitet, nachher für ein paar Monate bis März 2013 auch im dortigen Atelier gemalt. Die Künstler, die er in jener Zeit getroffen hat, sind in dieser Ausstellung vertreten. Mit vielen hat Franz eine freundschaftliche Beziehung aufgebaut, auch wenn die  künstlerischen Entwicklungen manchmal in ganz verschiedene Richtungen gegangen sind.
Die 19 Künstler sind ein Querschnitt vom internationalen Berliner Leben, eine Comédie humaine berlinoise, mit Schicksalen so unterschiedlich wie ihre Arbeiten. Was sie alle verbindet ist, dass sie sich in dem einen Atelier gekreuzt haben und ein Teil der Geschichte der anderen geworden sind. So der Zufall es wollte, finden wir Deutsche, Franzosen, einen Engländer, einen Amerikaner, einen Finne und eine Chinesin.
Franz J. Hugo macht diesen Zufall der Begegnung in seinem Leben zum Hauptthema der Ausstellung, die Lebensphase, auf die er heute einen Rückblick wirft. Freundschaften sind oft auch wie Lebensphasen, ein Ping-Pong von eigenen Impulsen und dem Reagieren auf die Impulse der anderen Menschen. Ich denke, Franz drückt seine Dankbarkeit über seine Freundschaften aus, dass er uns heute diesen bunten Erinnerungsstrauss öffentlich macht. Ein bisschen feiert er auch seine eigene Geschichte und natürlich die Arbeiten seiner Kollegen und Freunde. Und ich denke, wir dürfen uns ohne grosses Kopfzerbrechen auf diese Ausstellung einlassen, eine Ausstellung, die nicht wirklich Franz J. Hugo zusammengestellt hat, sondern das Leben selbst.
Denn wir sollten nie vergessen, dass jeder Künstler auch ein Mensch ist.

Mit Arbeiten von Jari Haanperä, Nicholas Kashian, Malte Kebbel, Jérémie Martino, Enrico Nieman, Marco Reichert, Suzana Von Sukovich, Steffen Cyrus, Wolfgang Stiller, Tom Anholt, Emmanuel Bornstein, Veronika Ban, Thibault Bourgoing, Yafeng Duan, Florent Dumortier, Dominik Eggermann, Mirka Flander, Reinhold Gottwald und Franz J. Hugo

text : M Sch

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